Die Rose

von Brüder Grimm

~3 Min

Et was mal eine arme Frugge, de hadde twei Kin­ner; dat jungeste moste olle Dage in en Wald gohn un lan­gen (holen) Holt. Asset nu mal ganz wiet söken geit, kam so en klein Kind, dat was awerst ganz wack­er to em un holp (half) fli­etig Holt lesen un drog et auck bis für dat Hus; dann was et awerst, eh en Augen­schlägsken (Augen­blick) vergienk, ver­swun­nen. Dat Kind vertelde et sin­er Mod­er, de wul et awerst nig glöven. Up et lest brochte et en Rause (Rose) mit un vertelde, dat schöne Kind hädde em deise Rause gieven und hädde em sägt, wenn de Rause upblöhet wär, dann wull et wier kom­men. De Mod­er stellde dei Rause in,t Water. Einen Mor­gen kam dat Kind gar nig ut dem Bed­de, de Mod­er gink to dem Bed­de hen un fund dat Kind daude (tot); et lag awerst ganz anmotik. Un de Rause was den sulfti­gen Mor­gen upblöhet.