Der kleine Mohr und die Goldprinzessin

von Richard von Volkmann-Leander

~14 Min

Es war ein­mal ein armer klein­er Mohr, der war kohlschwarz und nicht ein­mal ganz echt in der Farbe, so daß er abfärbte. Abends war sein Hemd­kra­gen stets ganz schwarz, und wenn er seine Mut­ter anfaßte, sah man alle fünf Fin­ger am Kleid. Deshalb wollte sie es auch nie lei­den, son­dern stieß und schup­pte ihn stets fort, wenn er in ihre Nähe kam. Und bei den anderen Leuten ging es ihm noch schlim­mer. Als er vierzehn Jahre alt gewor­den war, sagten seine Eltern, es sei höch­ste Zeit, daß er etwas lerne, wom­it er sich sein Brot ver­di­enen könne. Da bat er sie, sie soll­ten ihn in die weite Welt hin­ausziehn und Musikant wer­den lassen; zu etwas anderem sei er doch nicht zu gebrauchen. Doch sein Vater meinte, das wäre eine brot­lose Kun­st, und die Mut­ter wurde gar ganz ärg­er­lich und erwiderte weit­er nichts als: Dummes Zeug, du kannst nur etwas Schwarzes werden!“ 

Endlich kamen sie übere­in, er passé am besten zum Schorn­ste­in­feger. Also bracht­en sie ihn zu einem Meis­ter in die Lehre, und weil sie sich schämten, daß er ein Mohr war, so sagten sie, sie hät­ten ihn gle­ich schwarz gemacht, um zu sehen, wie es ihm stände. So war nun der kleine Mohr Schorn­ste­in­feger und mußte tagaus, tagein in die Essen kriechen. Und die Essen waren oft so eng, daß er Angst hat­te, er bliebe steck­en. Doch er kam stets glück­lich wieder auf dem Dache her­aus, obschon es ihm oft so war, als wenn Haut und Haare hän­gen­blieben. Wenn er dann hoch oben auf dem Schorn­stein saß, wieder Gottes freie Luft atmete und sich die Schwal­ben um den Kopf fliegen ließ, wurde ihm die Brust so weit, als sollte sie ihm zer­sprin­gen. Dann schwenk­te er den Besen und rief so laut Ho-i-do! Ho-i-do! wie’s die Schorn­ste­in­feger zu tun pfle­gen, daß die Leute auf der Straße ste­hen­blieben und sprachen: Seht ein­mal den schwarzen Knirps, was der für eine Stimme hat!“ 

Als er aus­gel­ernt hat­te, befahl ihm der Meis­ter, er solle in seine Kam­mer gehen und sich waschen und ganz fein und nobl anziehen. Er wolle ihn freis­prechen, dann wäre er Geselle. Da überkam den armen kleinen Mohr eine Tode­sangst, denn er sagte sich: Nun wird alles her­auskom­men!“ Und das geschah auch; denn als er in seinem besten Staate wieder in die Meis­ter­stube ein­trat, wo schon Lehrlinge und Gesellen sich ver­sam­melt hat­ten, war er immer noch sehr schwarz, wenn auch hier und da etwas Helles durch­schim­merte, wo er sich das Schwarze in den Essen abgescheuert hat­te. Da merk­ten alle mit Entset­zen, wie es mit ihm stand. Der Meis­ter erk­lärte, Geselle könne er nun nicht wer­den, denn er sei ja nicht ein­mal ein ordentlich­er Chris­ten­men­sch; die Lehrjun­gen aber fie­len über ihn her, zogen ihm die Klei­der aus und tru­gen ihn in den Hof. Dort legten sie ihn trotz alles Sträubens unter die Plumpe, plumpten wack­er darauf und rieben ihn mit Stro­hwisch und Sand, bis ihnen die Arm­re lahm wur­den. Als sie endlich gewahr wur­den, daß trotz aller Mühe gar wenig abging, stießen sie ihn unter Schelt­worten zur Hoftüre hin­aus. Da stand er nun mit­ten auf der Straße, hil­f­los und wie ihn der liebe Gott geschaf­fen, der arme kleine Mohr, und wußte nicht, was anfangen. 

Da kam durch Zufall ein Mann vor­bei, der besah ihn sich von oben bis unten, und als er merk­te, daß er ein Mohr war, sagte er, er sei ein vornehmer Herr und wolle ihn in seinen Dienst nehmen. Er solle nichts weit­er zu tun bekom­men, als hin­ten auf seinem Wagen ste­hen, wenn er mit sein­er Frau spazieren­führe, damit man gle­ich sähe, daß vornehme Leute kämen. Da besann sich der kleine Mohr nicht lange, son­dern ging mit, und anfangs ging alles gut. Denn die Frau des vornehmen Mannes mochte ihn gut lei­den, und wenn sie an ihm vor­beig­ing, stre­ichelte sie ihn jedes­mal. Das war ihm in seinem Leben noch nie begeg­net. Eines Tages jedoch, da sie auch wieder spazieren­fuhren und er hin­ten­drauf stand, erhob sich ein furcht­bares Unwet­ter, und der Regen floß in Strö­men. Als sie wieder nach Hause kamen, sah der vornehme Herr, daß es hin­ten schwarz vom Wagen her­ab­tröpfelte. Da fuhr er den kleinen Mohr barsch an, was das heißen solle. Der erschrak heftig, und weil ihm nichts Besseres ein­fiel, so antworte­teer, die Wolken wären ganz schwarz gewe­sen, da hätte es gewiß auch schwarz gereg­net. Lar­i­fari“, erwiderte der vornehme Herr, der schon merk­te, woran’s alg, nahm das Taschen­tuch, leck­te zum Über­fluß am Zipfel und fuhr damit dem kleinen Mohr über die Stirn. Da war der Zipfel schwarz. Dacht‘ ich mir’s doch gle­ich“, rief er aus, du bist ja nicht ein­mal echt! Das ist eine hüb­sche Ent­deck­ung! Such dir einen anderen Dienst. Ich kann dich nicht gebrauchen!“ Da pack­te der arme kleine Mohr weinend seine Sieben­sachen zusam­men und wollte gehen. Doch die Frau des vornehmen Mannes rief ihn noch ein­mal zurück und sagte: es sei recht schade, daß ihr Mann es gemerkt hätte, denn sie wisse es schon lange. Freilich, ein großes Unglück sei es, ein Mohr zu sein, und beson­ders ein­er, der abfärbe. Doch er solle nicht verza­gen, son­dern brav und gut bleiben, dann würde [er] mit der Zeit noch eben­so weiß wer­den wie die andern Men­schen. Darauf schenk­te sie ihm eine Geige und einen Spiegel, in dem solle er sich jede Woche ein­mal bese­hen. So zog denn der kleine Mohr in die Welt hin­aus und wurde Musikant. Einen Meis­ter, der ihm vor­spielte, hat­te er freilich nicht. Doch er horchte auf das, was die Vögel san­gen und was die Büsche und Bäche rauscht­en, und spielte es ihnen nach. Nach­her ward er inne, daß die Blu­men im Walde und die Sterne in der dunkeln Mit­ter­nacht auch ihre beson­dere Musik macht­en, wenn auch eine ganz stille, die nicht jed­er­mann hörte. Das war schon viel schw­er­er nachzus­pie­len. Doch das Schw­er­ste lernte er zu aller­let­zt: so zu spie­len, wie die Men­schen­herzen pochen. Er war wohl schon sehr viel die Kreuz und die Quer umherge­wan­dert und hat­te viel­er­lei erlebt, ehe er das lernte. Und es ging ihm auf sein­er Wan­der­schaft zuweilen gut, meis­ten­teils aber schlecht. Wenn er abends in der Dunkel­heit vor irgen­deinem Hause halt­machte, ein schönes Lied spielte und um Her­berge für die Nacht bat, ließen ihn die Leute wohl ein. Sahen sie aber am andern Mor­gen, wie schwarz er war und daß man nicht gut tat, sich mit ihm einzu­lassen, weil er abfärbte, so reg­nete es spitze Reden­sarten oder wohl gar Püffe. Deshalb ver­lor er aber den Mut nicht, son­dern dachte an das, was die Frau des vornehmen Mannes zu ihm gesagt hat­te, und fiedelte sich weit­er von Stadt zu Stadt und von Land zu Land. Jeden Son­ntag zog er den Spiegel her­vor und sah nach, wieviel abge­gan­gen war. Viel war’s freilich nicht von einem Son­ntag zum andern, denn es saß sehr fest, aber doch etwas: und als er fünf Jahre gewan­dert war, sah man über­all die Grund­farbe durch­schim­mern. Gle­ichzeit­ig war er ein solch­er Meis­ter auf der Geige gewor­den, daß, wo er hinkam, jung und alt zusam­men­strömte, um ihm zuzuhören. – Eines Tages kam er in eine wild­fremde Stadt, in der herrschte eine gold­ene Prinzessin; die hat­te Haare von Gold und ein Gesicht von Gold und Hände und Füße von Gold. Sie aß mit einem gold­e­nen Mess­er und ein­er gold­e­nen Gabel von einem gold­e­nen Teller, trank gold­e­nen Wein und hat­te gold­ene Klei­der an. Kurz alles war gold­en, was an ihr und um sie war. Im übri­gen war sie jedoch über die Maßen stolz und hochmütig, und obschon es ihre Unter­ta­nen wün­scht­en, daß sie sich einen Prinzen zum Mann nähme, weil sie mein­ten, Weiber­reg­i­ment tauge nichts auf die Dauer, war ihr doch kein­er schön und vornehm genug. Jeden Mor­gen ließen sich etwa sechs Prinzen als Freier bei ihr melden, die abends zuvor mit der Post angekom­men waren. Denn weit und bre­it sprach man von nichts als von der Gold­prinzessin und von ihrer Schön­heit. Die sechs Prinzen mußten sich dann der Rei­he nach vor ihrem Throne auf­stellen, und sie besah sich diesel­ben von allen Seit­en. Zulet­zt rümpfte sie jedoch jedes­mal die Nase und sagte

Der erste ist budlich,
Der zweite ist schmudlich,
Der dritt hat kein Haar,
Der viert ist nicht gar,
Der fün­ft ist per­plex
Und mies­rig der sechst!
Die Kur ist aus.

Jagt mir alle sechse zur Stadt hin­aus!“ Als­bald erschienen zwölf riesige Hei­duck­en mit mannslan­gen Birken­reis­ern und trieben die ganze Gesellschaft zur Stadt hin­aus. So ging es schon seit Jahren alle Tage. – Als der kleine Mohr ver­nahm, wie wun­der­schön die Prinzessin war, kon­nte er an weit­er gar nichts denken. Er ging nach ihrem Palaste, set­zte sich auf die Trep­pen­stufen, nahm die Geige zur Hand und fing an, sein bestes Lied zu spie­len. Vielle­icht sieht sie zum Fen­ster her­aus, dachte er, dann bekommst du sie zu sehen. Es währte nicht lange, so befahl die Gold­prinzessin ihren drei Kam­mer­mäd­chen nachzuse­hen, wer draußen so schön spiele. Da bracht­en sie die Nachricht, es wäre ein Men­sch, der habe eine so abson­der­liche Gesichts­farbe, wie sie der­gle­ichen noch nie gese­hen. Und die eine behauptete, er sei maus­grau; die zweite, er sei hecht­grau, und die dritte gar, er wäre esels­grau. Darauf meinte jene, das müsse sie sel­ber sehen, sie soll­ten den Men­schen her­auf­holen. Da gin­gen die Kam­mer­mäd­chen aber­mals hin­unter und führten ihn her­auf, und als er die Prinzessin erblick­te, die wirk­lich über und über von Gold war und wie die Sonne glänzte, war er erst so geblendet, daß er die Augen zumachen mußte. Als er sich aber ein Herz faßte und die Prinzessin ordentlich ansah, da wußte er sich nicht weit­er zu helfen; er warf sich vor ihr auf die Knie nieder und sagte: Aller­schön­ste Gold­prinzessin! Ihr seid so schön, wie Ihr es gar nicht wißt! Und wenn Ihr es wißt, so seid Ihr noch hun­dert­tausend­mal schön­er. Ich bin ein klein­er Mohr, der immer weißer wird; und das Lied, das ich gespielt habe, ist noch lange nicht mein aller­schön­stes. Einen Mann müßt Ihr dur­chaus haben; und wenn Ihr mich heirat­en wollt, werde ich so vergnügt, daß ich mit gle­ichen Beinen über den Tisch sprin­gen will!“ Als die Prinzessin dies hörte, machte sie zuerst ein Gesicht wie die Gänse, wenn’s wet­ter­leuchtet, denn über­mäßig klug war sie ger­ade nicht, trotz aller ihrer Schön­heit, und dann fing sie so laut zu lachen an, daß sie sich die Hüften mit den Hän­den hal­ten mußte. Und die drei Kam­mer­mäd­chen mein­ten, sie müßten auch mit­lachen, und auf ein­mal trat­en noch die zwölf Hei­duck­en here­in, und wie sie sahen, wer vor der Gold­prinzessin kni­ete, schlu­gen auch sie ein Gelächter auf, daß es durch die ganze Stadt schallte. Da befiel den kleinen Mohr ein unge­heur­er Schreck­en, denn er merk­te wohl, daß er etwas Dummes gesagt hat­te. Er nahm seine Geige, riß die Tür auf und sprang mit drei Sätzen die Treppe hinab. Dann lief er, ohne sich umzuse­hen, durch die Straße, quer­feldein bis in den näch­sten Wald. Dort warf er sich tod­müde ins Gras nieder und weinte, als wenn er fortschwim­men wollte. – Doch endlich ward er wieder ruhig und sagte zu sich selb­st: Wenn der Kutsch­er betrunk­en ist, gehen die Pferde durch! Bist du klug oder bist du dumm? Die Gold­prinzessin woll­test du heirat­en? Ganz dumm bist du! Da darf­st du dich nicht wun­dern, wenn die Leute dich aus­lachen. Damit hing er sich die Geige wieder über den Rück­en, pfiff sich eins und wan­derte weit­er und zog wie zuvor von Stadt zu Stadt und von Land zu Land. Und von Jahr zu Jahr wurde er immer weißer, und die Leute gewan­nen ihn immer lieber, denn die Lieder, die er sich aus­dachte, wur­den immer schön­er, und kein Men­sch kon­nte sich mit ihm auf der Geige messen. Und als er groß und ein Mann gewor­den war, sah er ganz weiß aus, ja selb­st weißer und rein­er als die meis­ten andern Leuten. Nie­mand wollte glauben, daß er früher ein Mohr gewe­sen sei.– Es trug sich zu, daß er auch ein­mal in einen Fleck­en kam, wo ger­ade Jahrmarkt war. Da sah er eine Bude mit einem roten Vorhang, der war früher ein­mal neu gewe­sen, jet­zt aber zer­lumpt und voller Flecke. Davor stand ein wüster Gesell mit ein­er bun­ten Jacke, der stieß in die Trompete und rief, die Leute möcht­en doch ein­treten, es wären die größten Wun­der der Welt zu sehen: ein Kalb mit zwei Köpfen, das zweimal fräße und bloß ein­mal ver­daute, ein Schwein, das die Karten leg­en und wahrsagen kön­nte, und die hochberühmte, wun­der­schöne Gold­prinzessin, um die sich alle Män­ner geris­sen hät­ten. Das kann doch nicht deine Gold­prinzessin sein?“ sagte er, ging jedoch trotz­dem hinein. Da war es ihm, als solle er vor Schreck in die Erde sinken; denn sie war es wirk­lich. Aber das Gold war fast über­all ab, und er sah, daß sie nur von Blech war. Heiliger Gott!“ rief er aus, wie kommst du hier­her und wie siehst du aus?“ Was ist denn?“ erwiderte sie, als wenn gar nichts wäre. Nach­dem sie sich jedoch über­legt, daß er sie gewiß schon früher ein­mal gese­hen, wie sie noch ganz gold­en war, fügte sie zornig hinzu: Glaub­st du etwa, daß man ewig hält, du albern­er Laffe? Zupf dich an dein­er eige­nen Nase!“ Da hätte er beina­he laut aufgelacht, denn er sah, daß sie ihn nicht erkan­nt. Doch sie tat ihm viel zu leid, und so fragte er nur leise, ob sie denn gar nicht wisse, wer er sei. Er wäre der kleine Mohr, den sie vorzeit­en ein­mal so sehr aus­gelacht hätte. Nun war die Rei­he an ihr, ganz still zu wer­den und sich zu schä­men, und unter vielem Schluchzen erzählte sie, wie erst an ein paar Stellen und dann fast über­all das Gold herun­terge­gan­gen sei; wie sie das ihren Unter­ta­nen lange ver­bor­gen und wie diese es endlich doch gemerkt und sie fort­ge­jagt hät­ten. Nun zöge sie auf den Jahrmärk­ten umher, habe es aber satt, und wenn er noch so dächte wie früher, wollte sie ihn gern heirat­en. Darauf erwiderte er sehr ern­sthaft, er bedau­re sie zwar von Herzen, sei aber schon viel zu ver­ständig, um eine Blech­prinzessin zu heirat­en. Er hoffe bes­timmt, noch ein­mal eine viel bessere Frau zu bekom­men wie sie. Damit ging er zur Bude hin­aus und ließ die Blech­prinzessin ste­hen, die vor Wut beina­he platzte und ihm, während er ging, fortwährend nachrief: Mohren­junge, Mohren­junge! kohlschwarz­er Mohren­junge, der abfärbt!“ und ähn­lich­es. Doch nie­mand wußte, wen sie damit meinte, da er ja längst auch nicht ein Tüpfchen Schwarzes mehr an sich hat­te. Er ging daher sittsam weit­er, ohne sich auch nur umzuse­hen, und war froh, daß er in seinem Leben nie wieder etwas von der abscheulichen Per­son erfuhr. Eine Zeit­lang set­zte er noch sein altes Wan­der­leben fort; als er aber fast die ganze Welt gese­hen hat­te und anf­ing, des Umherziehens müde zu wer­den, da traf es sich, daß der König von seinem Spiel hörte und ihn rufen ließ. Ein Lied nach dem andern mußte er ihm bis in die späte Mit­ter­nacht vor­spie­len, und zulet­zt stieg der König von seinem Thron, umarmte ihn und fragte, ob er sein bester Fre­und wer­den wolle. Als er dies bejahte, ließ ihn der König in seinem gold­e­nen Wagen durch die Stadt fahren und schenk­te ihm ein Haus und so viel Geld, daß er sein Leb­tag daran genug hat­te. Und eine Frau bekam er auch. Zwar keine Prinzessin und noch weniger eine über und über gold­ene, aber eine Frau, die ein gold­enes Herz hat­te. Mit der lebte er vergnügt und hochgeehrt bis an sein spätes Ende. Die Blech­prinzessin aber ward von Tag zu Tag unschein­bar­er, und als das let­zte bißchen Gold abge­gan­gen war, wurde sie so viel hin und her gewor­fen, daß sie lauter Buck­el und Dellen bekam. Zulet­zt kam sie zu einem Trödler. Dort ste­ht sie noch heute in der Ecke zwis­chen aller­hand Tand und Kram und hat Zeit zu bedenken, daß viel­er­lei abge­ht im Leben, Hüb­sches wie Häßlich­es, und daß alles darauf ankommt, was drunter ist.