Der goldene Schlüssel

von Brüder Grimm

~3 Min

Zur Win­ter­szeit, als ein­mal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hin­aus­ge­hen und Holz auf einem Schlit­ten holen. Wie er es nun zusam­menge­sucht und aufge­laden hat­te, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, son­dern erst Feuer anmachen und sich ein biss­chen wär­men. Da schar­rte er den Schnee weg, und wie er so den Erd­bo­den aufräumte, fand er einen kleinen gold­e­nen Schlüssel. 

Nun glaubte er, wo der Schlüs­sel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eis­ernes Kästchen. Wenn der Schlüs­sel nur passt! dachte er, es sind gewiss kost­bare Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüs­sel­loch da, endlich ent­deck­te er eins, aber so klein, dass man es kaum sehen kon­nte. Er pro­bierte, und der Schlüs­sel passte glück­lich. Da drehte er ein­mal herum, und nun müssen wir warten, bis er vol­lends aufgeschlossen, und den Deck­el aufgemacht hat, dann wer­den wir erfahren, was für wun­der­bare Sachen in dem Kästchen lagen.